Keine Pillen, lieber chillen gegen den Messestress

Hirndoping liegt im Trend, ist aber gefährlich – vor allem für die Gesundheit. Daher sollten Sie auch zu Messestresszeiten die Finger davon lassen. Besser, Sie dopen ganz natürlich. Das geht auch.

Die Versuchung, sich mit mehr als nur Kaffee zu dopen, ist schon im normalen Betriebsalltag groß: hier die aufreibende Telefonkonferenz, da der Geschäftstermin und dort die Vorbereitung von Steuererklärung und / oder Bilanz. Von der neuen Telefonanlage und dem IT-Crash ganz zu schweigen. Eine Messe wie die Cebit setzt dem in Sachen Stress noch einen obendrauf – vor allem wenn Sie als Aussteller oder Besucher die gesamte Zeit dort verbringen und womöglich noch abends Termine anhängen. So spannend und unterhaltsam die Zeit auch immer sein mag – Messen machen Stress. Das weiß ich noch aus Studentenzeiten, in denen ich regelmäßig auf Messen gearbeitet habe.

Ströme von Alkohol, Berge von Pillen

Und die Leute dopen. Hochrangige Politiker wie Volker Beck, der mit Crystal Meth erwischt wurde und deshalb von seinen Ämtern zurücktrat. Eine – zumindest vermeintlich – ganz auf Leistungssteigerung ausgerichtete Droge, wie bei der Gelegenheit im Deutschlandradio zu hören und lesen war. Gängiger sind aber noch andere Mittelchen: neben Pillen und der ein oder anderen harten Droge ist da natürlich auch noch die Volksdroge Nummer eins: der Alkohol, der während und nach der Messe ebenfalls in größeren Strömen fließt als sonst.

Den verantwortungsvollen Umgang mit Drogen jeder Art haben Führungskräfte zwar offenbar besser drauf, als ihre Mitarbeiter: Sie neigen weniger zu Doping, als Angestellte in rangniedrigeren Positionen, zeigt – trotz insgesamt steigender Zahlen in dieser Hinsicht – die aktuelle DAK-Gesundheitsstudie. Dennoch ist es auch für Unternehmer ein Thema – generell und auch auf Messen. Und die Sache ist klar: Jede Droge hat ihren gesundheitlichen Preis. Und die Leistungskurve sinkt meist auch nach kurzer Zeit, so dass Konsumenten die Dosis steigern müssen.

Lieber chillen: Meditation hilft

Besser also, Sie lassen auch und gerade in Stresszeiten wie der Cebit die Finger davon, ihre Konsumgewohnheiten zu ändern. Nicht wenige Suchtkarrieren haben so angefangen. Am besten ist, Sie nehmen keine Pillen, sondern chillen. Link 7 Wie Sie sich anderweitig Ausgleich verschaffen, dafür konnten Sie ja auch schon Anregungen hier im Blog lesen.

Nachweislich hilfreich in jeder Hinsicht ist Meditation. Die bekommen Sie auch ohne große Verrenkungen hin – und das sogar innerhalb einer Minute, wie dieses kurze Erklärvideo zeigt – sehr empfehlenswert übrigens für den Alltag: Ich habe es ausprobiert. Diese Kurzmeditation können Sie morgens oder abends im Hotelzimmer machen, auf dem Weg zur Messe oder auch mal zwischendurch.

Eine gute und dazu noch entspannte Messe wünsche ich Ihnen.

Dieser Artikel erschien im TRIALOG-Unternehmerblog (heute TRIALOG Magazin) am 10. März 2016.

Autor: Frau Nuri

Journalistin / Taijiquan-/Qigong-Lehrerin

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